Hilfsbereitschaft in der Stunde der Not
Leanne Camilleri wird der 7. Februar 2009 immer als Schwarzer Freitag in Erinnerung bleiben. Es war der Tag, an dem sie und 7.561 weitere Australier bei den schlimmsten Buschfeuern in der Geschichte des Kontinents ihr Hab und Gut an die Flammen verloren. Durch extrem heiße Temperaturen, starken Wind und eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit brach eine Brandkatastrophe aus, bei der 430.000 Hektar Land zerstört und Hunderte von Menschen verletzt oder getötet wurden. Die Gemeinde Marysville im Bundesstaat Victoria brannte in nur 26 Minuten fast vollständig nieder. Nur 14 von insgesamt 400 Gebäuden in der Stadt blieben erhalten.
Ein Epizentrum der Hoffnung und des Engagements
„Der ganze Staat ging in Flammen auf. Es war so heiß, dass das Metall auf den Dächern schmolz und heruntertropfte. Selbst die Motoren der Autos begannen zu schmelzen. Das war etwas, was ich nie zuvor gesehen hatte und auch niemals wieder sehen möchte“, sagte David Jones vom Melbourne Lions Club. Als die Rauchschwaden noch in der Luft standen, begannen die Lions bereits mit Hilfsmaßnahmen. Mit Unterstützung der Lions Clubs International Foundation, die insgesamt 130.000 US-Dollar in Form von Großkatastrophen- und Notfallzuschüssen bereitgestellt hatte, wurden Hilfsgüter verteilt und ein Versorgungszentrum eingerichtet, um Menschen wie Camilleri zu unterstützen.
Die abgelegene Stadt Marysville war schwierig zu erreichen, doch die Lions arbeiteten ohne Pause und überwanden alle Hindernisse, um sicherzustellen, dass die Spenden dort ankamen, wo sie am dringendsten benötigt wurden. „Wenn man innerhalb von zwei Wochen von absoluter Mittellosigkeit wieder zu relativem Wohnkomfort gelangt, ist man einfach überwältigt“, erzählt Lions-Mitglied Christine Adams, selbst von den Bränden betroffen.
Ein gemeinsamer Neuanfang
„Es ist sehr schwer zu beschreiben, was man fühlt, wenn man mit dem bloßen Leben davongekommen ist. Dann riefen uns Leute an und sagten: ‚Die Lions können euch helfen‘. Und ich kann kaum glauben, wie großzügig die Leute waren. Es war nicht einfach nur das Angebot ‚Wir geben euch etwas‘. Sie haben uns einen Teil von sich gegeben. Ich kann ihnen nicht genug danken“, erklärte Camilleri.






