Flussblindheit
Etwa 120 Millionen Menschen in Afrika und Lateinamerika sind gefährdet, an Onchozerkose zu erkranken, der sogenannten „Flussblindheit“. Trotz großer Fortschritte bei der Bekämpfung sind 18 Millionen Menschen weiterhin schwer infiziert. Seit Beginn der Partnerschaft zwischen dem LCIF-Programm SightFirst und dem Carter Center im Jahr 1999 haben fast 148 Millionen Menschen in Afrika und Lateinamerika medikamentöse Behandlungen mit Mectizan gegen die Flussblindheit erhalten. LCIF hat Finanzierungshilfen von mehr als 40 Mio. US-Dollar für das Carter Center bereitgestellt, um den Kampf gegen diese gefährliche, aber leicht vermeidbare Krankheit zu unterstützen.
Mit der erfolgreichen Behandlung der Flussblindheit konnte bisher Menschen in 15 Ländern geholfen werden. Sie können nun wieder aktiv am Leben teilhaben und weiterhin in ihren Heimatdörfern leben, ohne Angst vor der Krankheit und ihren Folgen haben zu müssen. Mit der Fortsetzung dieses wichtigen Projekts sollen Neuinfektionen mit Onchozerkose verhindert werden. Die vollständige Ausrottung der Krankheit in Lateinamerika könnte bereits 2012 erreicht sein. Kolumbien war 2008 das erste der sechs Länder, in denen die Krankheit endemisch ist, das die weitere Übertragung erfolgreich stoppen konnte. Im März 2010 meldete Ecuador als zweites Land der Region, dass es gelungen war, den Kreislauf der Neuansteckung zu durchbrechen.
Trachom
LCIF arbeitet auch mit dem Carter Center zusammen, um Trachom-Erkrankungen in zwei afrikanischen Ländern zu bekämpfen. Das Trachom ist eine der ältesten bekannten ansteckenden Krankheiten und die häufigste Ursache für vermeidbare Erblindung. 6 Millionen Menschen weltweit sind von dieser Erkrankung betroffen und weitere 500 Millionen Menschen laufen Gefahr, sich anzustecken. LCIF hat 10 Mio. US-Dollar für acht Projekte sowie Finanzierungshilfen für das Carter Center bereitgestellt. Mit Stiftungsgeldern werden Zehntausende von Operationen, die Ausbildung von Augenmedizinern, die Bereitstellung von Medikamenten und die Unterstützung von Augenpflegezentren in unterversorgten Gebieten finanziert.
LCIF und das Carter Center werden weiterhin gemeinsam diese Krankheiten bekämpfen, die so viel unnötiges Leid verursachen. „Dank der Unterstützung unserer Partner sehen wir den Erfolg unserer Arbeit in den Augen der Kinder, die nicht erblinden müssen, und in den Gesichtern der Eltern, die neue Hoffnung für die Zukunft haben“, sagte der frühere US-Präsident Jimmy Carter.
