Eine Partnerschaft gegen die Krankheit
Obwohl Masern eine hoch ansteckende Viruserkrankung sind, treten sie in Industrieländern dank routinemäßiger Impfungen selten auf. In Entwicklungsländern ist diese Krankheit jedoch weiterhin ein verbreitetes Gesundheitsproblem. Zudem ist die Krankheit ein Hauptverursacher von vermeidbarer Erblindung, insbesondere unter Kindern. Während die Sterblichkeit durch Masern insgesamt zurückgeht, könnten nach Schätzungen von UNICEF in den kommenden Jahren jedoch 1,7 Millionen Kinder an der Krankheit sterben, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Hier treten die Lions auf den Plan.
LCIF und die Lions setzen sich für die Bekämpfung der Masern und ihrer gefährlichen Nebenwirkungen ein. Gemeinsam mit anderen humanitären Organisationen beteiligt sich LCIF an der Maserninitiative, einem weltweiten Programm, das Kinder vor Maserninfektionen schützen und das Angebot an Routine-Schutzimpfungen ausbauen soll. Zu den Unterstützern des Programms gehören seit 2001 UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Center for Disease Control (CDC) der USA, das amerikanische Rote Kreuz sowie die Stiftung für die Vereinten Nationen (UNF). Im ersten Jahr der Beteiligung der Lions (2010/11) stehen drei Hauptbereiche im Vordergrund: 1) Sprachrohr auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu sein, 2) direkte Beteiligung an Sozialmarketing und Impfaktionen sowie 3) finanzielle Unterstützung. Neben der Verteilung von Impfdosen ist die infrastrukturelle Verbesserung bei der Bereitstellung von Impfstoff ein wichtiges Anliegen, damit die Krankheit nachhaltig bekämpft werden kann.
41 Millionen Kinder sollen geimpft werden
LCIF erhielt von der Bill & Melinda Gates Foundation eine Förderung in Höhe von 400.000 US-Dollar für dieses Projekt, weitere 300.000 US-Dollar für das erste Jahr wurden von LCIF bereitgestellt. Die Gates Foundation ist eine führende Organisation, die weltweite Gesundheitsbedrohungen bekämpft und sich insbesondere in Entwicklungsländern engagiert. Durch Masern-Impfkampagnen der Lions in Äthiopien, Madagaskar, Mali und Nigeria soll die allgemeine Versorgung mit Impfungen bei Kindern im Alter von neun bis 47 Monaten deutlich verbessert werden. Dabei sollen mehr als 41 Millionen Kinder erreicht werden.
„Die Masern-Initiative ist hocherfreut über die neue Partnerschaft mit den Lions. Die Lions haben Mitglieder in vielen Ländern, die im Fokus der Masern-Initiative stehen. Sie können die Aktivitäten anderer Partnerorganisationen optimal ergänzen, da sie eine große soziale Reichweite haben, hervorragend organisiert sind und als Interessenvertreter auftreten“, sagte Andrea Gay, Executive Director of Children's Health, United Nations Foundation.
