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Langfristige Hilfe

Nachdem die dringlichsten Hilfsmaßnahmen nach größeren Katastrophen bereitgestellt wurden, leistet LCIF auch weiterhin Unterstützung zum Wiederaufbau der betroffenen Kommunen. Derzeit entwickelt und koordiniert die Stiftung langfristige Hilfsprojekte in Japan, Neuseeland, im Süden der USA, in Haiti und in weiteren Regionen weltweit.

Japan

Die Lions haben über 100.000 Mitglieder in Japan. Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami vom März 2011 sind die Hilfsmaßnahmen in vollem Gange. LCIF hat 11 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Lions-Einsätze bereitgestellt. Diese Summe setzt sich aus Zuschüssen für die Katastrophenhilfe, acht Notfallzuschüssen von jeweils 10.000 US-Dollar für die acht betroffenen Distrikte sowie zweckgebundenen Spenden von Lions aus aller Welt zusammen. 1,5 Millionen US-Dollar aus dem Japan-Fonds wurden für die unmittelbare Unterstützung der Opfer sowie für die Einrichtung von Koordinations- und Einsatzzentralen der Lions zugewiesen. Die langfristigen Dimensionen der Katastrophe sind noch nicht abzuschätzen, und die Anforderungen werden sich weiter ändern, sobald die Phase der unmittelbaren Notfallhilfe durch fortlaufende Maßnahmen zum Wiederaufbau abgelöst wird. Pläne für längerfristige Projekte werden weiterhin erörtert.

Die japanischen Lions informieren LCIF über die wichtigsten Bedürfnisse, und sie koordinieren die Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen vor Ort. Mit Finanzmitteln zur sofortigen Verwendung werden Hilfsgüter wie Lebensmittel, Wasser, Kleidung, Decken und eine Notfallversorgung für Evakuierte bereitgestellt. Nachdem diese Erstversorgung gewährleistet ist, organisiert und unterstützt LCIF die Einrichtung provisorischer Unterkünfte sowie die Bereitstellung von Bau- und Reinigungsmaterialien, Haushaltsgegenständen, Hilfsmitteln für Behinderte, sozialen Diensten und grundlegender medizinischer Hilfe.

Auch unsere Erfahrungen nach dem Erdbeben in Kobe fließen in die langfristige Planung ein. Entsprechend unserer Mission wird ein Schwerpunkt der langfristigen Lions-Projekte die Wiedereinrichtung von Hilfsdiensten für ältere, behinderte und sehgeschädigte Menschen sein. Überall dort, wo in der größten Not keine Hilfe geleistet wird, sind die Lions vor Ort.

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Neuseeland

Nach dem Erdbeben in Christchurch im Februar 2011 haben die Lions innerhalb kürzester Zeit Hilfsmaßnahmen mobilisiert. Mit LCIF-Zuschüssen und zweckgebundenen Spenden in Höhe von 395000 US-Dollar leisten die Lions weiterhin Unterstützung, während sich die Maßnahmen nun auf Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten konzentrieren. Lions haben Wasserstationen eingerichtet, in Hilfszentralen mitgearbeitet, warme Mahlzeiten an Senioren und Behinderte ausgegeben und Gutscheine für Lebensmittel und Treibstoff verteilt.

Sobald sich zeigen wird, welche langfristigen Maßnahmen erforderlich sind, werden weitere Pläne ausgearbeitet. Lions in Neuseeland koordinieren die Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Nichtregierungsorganisationen vor Ort und informieren über die aktuelle Situation. LCIF-Geldmittel können verwendet werden, um Übergangsunterkünfte, Bau- und Reinigungsmaterialien, Haushaltsgegenstände, Hilfsmittel für Behinderte und soziale Dienste bereitzustellen.

Die Stiftung entwickelt langfristige Pläne, deren Schwerpunkt in der Wiedereinrichtung von Diensten für ältere, behinderte und sehgeschädigte Menschen liegen wird. Die Lions werden sich dort einsetzen, wo ihre Hilfe am dringendsten benötigt wird.

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Unwetter im Süden der USA

LCIF hat bereits 250.000 US-Dollar bereitgestellt, um die Hilfseinsätze von Lions in Alabama, Arkansas, Georgia, Mississippi, Missouri, North Carolina, Tennessee und Virginia zu unterstützen. Die Stiftung stellt den 16 betroffenen Distrikten zudem Notfallzuschüsse in Höhe von jeweils 10.000 US-Dollar zur Verfügung.

Am 27. April 2010 kamen bei der schlimmsten Tornado-Katastrophe in der Geschichte der USA mehr als 300 Menschen in acht Bundesstaaten ums Leben.

27 Lions-Clubs im Distrikt 12-O, Tennessee versorgten 200 Familien mit Lebensmittelkisten. Derzeit bemühen sie sich, auch dringend benötigte medizinische Hilfsmittel und Brillen bereitstellen zu können. In Birmingham, Alabama, haben die Lions ein Lager eingerichtet, um gespendete Hilfsgüter zu sammeln und zu verteilen. Distrikt-Governor, Club-Präsidenten und Lions-Mitglieder werden sich in den kommenden Wochen weiterhin dafür einsetzen, die betroffenen Kommunen beim Wiederaufbau zu unterstützen.

LCIF hat einen speziellen Spenden-Hilfsfond unter dem NamenSouthern U.S. Storms Fund eingerichtet.

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Haiti

Durch Spenden von Lions aus der ganzen Welt konnte LCIF über 6 Millionen US-Dollar für Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben in Haiti von 2010 aufbringen. Lions-Führungskräfte und Lions vor Ort arbeiten Hand in Hand, um einen langfristigen Plan für den Wiederaufbau zu erstellen. Es wurde ein Komitee aus Lions-Beauftragten gebildet, das die Aufbaubemühungen koordiniert. Zu längerfristig angelegten Initiativen gehören u. a. der Aufbau von Schulen, Krankenhäusern, Augenkliniken, Programmen für berufliche Ausbildung, Reha-Einrichtungen und der Bau von Wohnhäusern.

600 haitianische Familien werden neue Übergangsunterkünfte beziehen, die im Rahmen einer Gemeinschaftsinitiative von LCIF, Lions aus dem MD111 Deutschland und HELP, einer internationalen NGO, gebaut wurden. LCIF beteiligt sich mit 1,4 Millionen US-Dollar an der Finanzierung der Häuser, die mit Trinkwasserversorgung, sanitären Anlagen und Möbeln ausgestattet werden. Die Häuser werden direkt auf den Grundstücken der Familien errichtet, um ihnen weitere Umzüge zu ersparen.

Darüber hinaus wird LCIF sich mit 368.421 US-Dollar an einem Projekt zum Wiederaufbau der National Nurses School in Port-au-Prince beteiligen. Die Stiftung trägt damit 27 % der Gesamtprojektkosten. Die Schule wurde durch das Erdbeben vollständig zerstört, und mehr als 100 Schüler und Lehrer verloren ihr Leben. Schon vor dem Erdbeben gab es in Haiti einen Mangel an gut ausgebildetem medizinischem Personal. Mit diesem Projekt wird nun gezielt die Ausbildung von Krankenschwestern gefördert, die ihren haitianischen Mitbürgern helfen können. Das Projekt wird gemeinsam mit HumaniTerra International durchgeführt, einer Nichtregierungsorganisation, die auf Unterstützung im medizinischen Bereich spezialisiert ist.

In Partnerschaft mit der Inter-American Development Bank fördert die Stiftung ein Projekt zum Bau von Schulen, um das haitianische Bildungssystem zu stärken und zu erweitern. LCIF beteiligt sich mit etwa 876.000 US-Dollar, die für Verwaltungskosten und die Ausstattung mit Möbeln und anderem Schulbedarf verwendet werden. Der Bau entspricht strengen Auflagen und wird unter der Leitung des Fonds d'Assistance Economique et Sociale fertiggestellt, der dem Wirtschafts- und Finanzministerium untersteht.

Lesen Sie mehr über die Arbeit von LCIF in Haiti.

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