Zum Hauptinhalt springen
Lions Clubs International Foundation Lions Clubs International Foundation
Zum Seitenende springen

Katarakt (Grauer Star)

Katarakt (Grauer Star)

section

Das Problem 

Eine Katarakt ist eine Trübung der Augenlinse, die den Lichteinfall hindert. Die Katarakt (Graue Star) ist normalerweise eine altersbedingte Erkrankung. Sie kann verschiedene Ursachen haben, wie z. B. Einwirkung von UV-Licht bzw. Strahlung, Krankheiten wie Diabetes oder Hypertonie oder auch Augenverletzungen. Die Krankheit schreitet meist langsam voran und birgt bei ausbleibender Behandlung die Gefahr eines Sehkraftverlusts oder gar der Erblindung. Obgleich die meisten Kataraktfälle erst im höheren Lebensalter auftreten, kann diese Krankheit bereits bei Kindern angeboren sein oder sich in jedem Lebensalter infolge einer Augenerkrankung oder Verletzung entwickeln.

Erfolg weltweit

Der Graue Star ist weltweit die Hauptursache für Sehbehinderungen. Trotz der in vielen Teilen der Welt durch operative Eingriffe erzielten Fortschritte sind 18 Millionen Menschen infolge einer Katarakt erblindet – das sind 48 Prozent aller Erblindeten insgesamt. Der Graue Star tritt zwar überall auf der Welt auf, gilt jedoch in den Entwicklungsländern, wo medizinische Eingriffe oft nicht fachgerecht ausgeführt werden bzw. nicht verfügbar sind, nach wie vor als eine der Hauptursachen für Blindheit. Selbst wenn die Möglichkeit zu einer Operation gegeben ist, sind die Wartezeiten meist sehr lang oder treten Versorgungsengpässe bzw. Transportprobleme auf, wodurch der Zugang für unterversorgte Menschen erschwert wird.

Behandlung

Es ist derzeit keine sichere Vorbeugemaßnahme gegen den Grauen Star bekannt. Bei der operativen Behandlung wird die betroffene Linse entfernt und durch eine intraokulare Linse ersetzt. Der Eingriff erfolgt ambulant und ist relativ einfach, kostengünstig und hat eine sehr hohe Erfolgsquote.

Das Engagement von SightFirst

Seit seiner Einführung im Jahre 1990 spielt das SightFirst-Programm von LCIF eine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung von Blindheit und insbesondere der kataraktbedingten Erblindung. Bis heute wurden im Rahmen des SightFirst-Programms insgesamt 71,6 Millionen US-Dollar für 526 Kataraktprojekte bereitgestellt.

Die SightFirst-Strategie zur Senkung der Katarakt-Fallzahlen konnte bereits große Erfolge verbuchen. Im Rahmen des Programms wurden weltweit mehr als 7,84 Millionen Kataraktoperationen zur Wiederherstellung der Sehkraft durchgeführt, bestehende augenmedizinische Einrichtungen besser ausgestattet und augenmedizinisches Personal ausgebildet. Zudem konnte SightFirst sogar teilweise die Politik zum Umdenken bewegen: In Brasilien, Indien und Mexiko beispielsweise wurden nicht zuletzt aufgrund von SightFirst-Programmen und -Initiativen zur Bekämpfung der Katarakt staatliche Programme zur Durchführung von Kataraktoperationen eingeführt.

Finanzierungskriterien

SightFirst-Projekte zur Bekämpfung des Grauen Stars konzentrieren sich auf drei Hauptbereiche:

  • Infrastrukturelle Entwicklung: Qualitative und quantitative Verbesserung von Kataraktoperationen in bestehenden augenmedizinischen Einrichtungen.
  • Personalschulung: Bereitstellung von Ressourcen zur Ausbildung von augenmedizinischem Personal für die Durchführung von Kataraktscreenings und -operationen und/oder Verwaltung von augenmedizinischen Einrichtungen.
  • Kampagnen zur Erkennung und operativen Behandlung von Katarakten: Ermöglichen der Behandlung für unterversorgte Bevölkerungsteile, die aufgrund wirtschaftlicher, sozialer und geografischer Einschränkungen keinen Zugang dazu haben.

Ferner gibt es für SightFirst-Projekte zur Bekämpfung des Grauen Stars folgende Hauptstrategien:

  • Unterstützung bei der Einrichtung von umfassenden Systemen zur augenmedizinischen Versorgung: Beteiligte Krankenhäuser oder Kliniken sollen präventive, kurative und rehabilitative Maßnahmen für alle Augenkrankheiten anbieten.
  • Verwendung und/oder Erfassung von Daten zur Planung und Bewertung von Projekten: Projekte finden in Kommunen statt, die aufgrund von Umfragedaten ermittelt und durch die Erfassung von Daten geprüft wurden.
  • Erreichen von unterversorgten Bevölkerungsteilen durch entsprechende augenmedizinische Angebote: Projekte sollen den Menschen dienen, für die eine Behandlung aufgrund von wirtschaftlichen, sozialen oder geografischen Einschränkungen ansonsten nicht infrage kommt.
  • Schaffung von qualitativ hochwertigen Angeboten zur augenmedizinischen Versorgung: Qualitätsmerkmale sind z. B. Projektüberwachung, -evaluierung und Transparenz in Bezug auf Leistung und Wirkung.
  • Unterstützung bei der Schaffung nachhaltiger augenmedizinischer Angebote: Der Aspekt der Nachhaltigkeit zeigt sich in unterstützten Einrichtungen durch Aktivitäten wie Personalschulung, einen entsprechenden Ausstattungsstandard und die Entwicklung von Mechanismen zur Kostenrückgewinnung.
  • Gewinnung von Lions als Fürsprecher: Projekte beinhalten Möglichkeiten für Lions, sich als Fürsprecher zu engagieren und Themen in der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Allgemein müssen SightFirst-Projekte landesweit oder überregional angesiedelt sein und die Hauptursachen für Blindheit zum Thema haben. Diese Projekte wenden sich an Personen, die unterversorgt sind oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung haben. Das Programm finanziert hochwertige, nachhaltige Projekte, die Augenbehandlungen anbieten, eine Infrastruktur aufbauen, Fachpersonal schulen und/oder Rehabilitation und Ausbildung in unterversorgten Kommunen zur Verfügung stellen. 

section

Informieren Sie sich weiter, u. a. über die Bewerbungsmodalitäten für SightFirst-Zuschüsse, krankheitsspezifische Fragebögen und die langfristige Strategie.

Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite zitierten Statistiken erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website: Weltgesundheitsorganisation: Priority Eye Diseases
Zum Seitenanfang springen