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Kinderblindheit

Kinderblindheit

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Das Problem

Die Kinderblindheit bleibt weltweit und besonders in den Entwicklungsländern ein sehr großes Problem. Wenn in der frühen Kindheit Augenerkrankungen und Symptome auftreten, die nicht behandelt werden, kann dies zwangsläufig zu Sehbehinderungen oder Blindheit führen. Dafür gibt es vielfältige Ursachen, die je nach sozioökonomischem Status und dem Zugang zu allgemeinmedizinischer und augenmedizinischer Versorgung stark variieren können.

In einkommensschwachen Ländern sind es häufig Hornhautvernarbungen aufgrund von Masern und Vitamin-A-Mangel, die zur Kinderblindheit führen. In Ländern mit mittlerem Einkommen ist eine der Hauptursachen die Frühgeborenen-Retinopathie – eine abnorme Entwicklung der Blutgefäße in der Netzhaut bei Frühgeborenen. Eine generelle Erblindungsgefahr für Kinder in allen Ländern sind angeborene Behinderungen wie der Graue Star oder der Grüne Star.

Erfolg weltweit

Schätzungsweise 1,4 Millionen Kinder sind von Blindheit betroffen, und jährlich erblinden ca. 500.000 weitere Kinder. 50 Prozent der neu erblindeten Kinder sterben innerhalb des Folgejahres oder der beiden darauffolgenden Jahre. Diejenigen, die die ersten Lebensjahre überleben, müssen nicht nur mit einem Leben in völliger Dunkelheit, sondern auch mit immensen Problemen in Bezug auf ihre Bildung sowie ihre körperliche und soziale Entwicklung klar kommen. Die wirtschaftliche Belastung für diese Kinder und ihre Familien ist enorm, da sie aufgrund fehlender Bildungs- und Ausbildungsangebote für Sehbehinderte später häufig nicht in der Lage sind, eine Arbeit zu finden.

Behandlung

Unbehandelte Fehlsichtigkeit als eine der möglichen Ursachen für kindliche Sehbehinderungen kann leicht diagnostiziert und durch eine Brille, Kontaktlinsen oder einen operativen Eingriff behoben werden. Gegen Kinderblindheit aufgrund eines Grauen Stars (Katarakt) kann eine einfache, kostengünstige Operation helfen.

Das Engagement von SightFirst

Im Jahr 2001 haben LCIF und unser SightFirst-Programm gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Lions-WHO-Projekt zum Kampf gegen Kinderblindheit ins Leben gerufen. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von LCIF mit insgesamt knapp 7 Millionen US-Dollar. Diese Mittel wurden für die sechs WHO-Regionen bereitgestellt, um dort bedarfsabhängig neue Augengesundheitszentren zu errichten. In Phase I des Projekts zur Bekämpfung von Kinderblindheit wurden 34 pädiatrische Lions-Augengesundheitszentren errichtet; in Phase II ist die Unterstützung von 10 dieser Zentren und 16 weiteren geplant.

Das Bausch + Lomb Early Vision Institute und LCIF haben unlängst die Pädiatrische Kataraktinitiative gegründet, deren Ziel es ist, innovative Methoden zur Bekämpfung dieses Problems zu ermitteln, zu finanzieren und zu unterstützen. Im ersten Projektjahr ist der Fokus auf die Volksrepublik China gerichtet, wo Schätzungen zufolge 40.000 Kinder von der pädiatrischen Katarakt (Grauer Star) betroffen sind. Die Initiative finanziert zudem die Grundlagenforschung zu den Ursachen der pädiatrischen Katarakt und/oder bessere Behandlungsmöglichkeiten.

Finanzierungskriterien

Die Bekämpfung von Blindheit im Kindesalter wird auch künftig ein wichtiger Programmbereich für SightFirst bleiben. Projekte zur Bekämpfung von Blindheit im Kindesalter müssen Folgendes beinhalten:

  • Augenmedizinische Grundversorgung zur Vermeidung bestimmter Ursachen von Kinderblindheit
  • Spezielle Bildung in pädiatrischer Augenheilkunde, dadurch Schaffung zusätzlicher personeller Kapazitäten für pädiatrische Katarakt-Eingriffe sowie Screening und Behandlung der Frühgeborenen-Retinopathie; Serviceangebote für Patienten mit Sehbehinderungen

Allgemein müssen SightFirst-Projekte landesweit oder überregional angesiedelt sein und die Hauptursachen für Blindheit zum Thema haben. Diese Projekte wenden sich an Personen, die unterversorgt sind oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung haben. Das Programm finanziert hochwertige, nachhaltige Projekte, die Augenbehandlungen anbieten, eine Infrastruktur aufbauen, Fachpersonal schulen und/oder Rehabilitation und Ausbildung in unterversorgten Kommunen zur Verfügung stellen.

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Informieren Sie sich weiter, u. a. über die Bewerbungsmodalitäten für SightFirst-Zuschüsse, krankheitsspezifische Fragebögen und die langfristige Strategie.

Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite zitierten Statistiken zur Kinderblindheit erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website: SightFirst-Positionspapier zur Kinderblindheit
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