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Diabetische Retinopathie

Diabetische Retinopathie

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LCIF hilft den Lions beim Kampf gegen Diabetes mit zwei Zuschussprogrammen: Mit SightFirst-Zuschüssen werden zwei Programme gegen diabetische Retinopathie unterstützt und durch Core 4 können Diabetes-Programme finanziert werden.

Das Problem

Von einem Diabetes spricht man, wenn der Körper nicht in der Lage ist, Insulin zu produzieren bzw. ordnungsgemäß zu verwerten. Insulin ist ein Hormon, das für die Umwandlung von Nahrung in lebensnotwendige Energie verantwortlich ist. Fast 5 Millionen Todesfälle jährlich sind auf Diabetes zurückzuführen. Die Folgeschäden umfassen kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfälle, Nierenerkrankungen sowie Amputationen.

Eine weitere Folgeerkrankung ist die diabetische Retinopathie, die aufgrund einer Schädigung der Blutgefäße in der Retina (Netzhaut) entsteht, dem lichtempfindlichen Gewebe an der hinteren Seite des Auges. Bei einer Form der Retinopathie kommt es zum Anschwellen der Blutgefäße und im weiteren Verlauf zu Blutungen. Bei einer weiteren Form tritt ein abnormes Wachstum neuer Gefäße auf. Die Krankheit betrifft normalerweise beide Augen. Sie tritt am häufigsten bei Personen auf, die bereits langjährig an Diabetes leiden.

Erfolg weltweit

Fast 5 Prozent der 39 Millionen Blinden weltweit sind infolge einer diabetischen Retinopathie erblindet. Die Krankheit bildet in den Industrieländern die Ursache für eine zunehmende Zahl von Sehkraftverlusten bei Menschen im arbeitsfähigen Alter (20–65 Jahre). Ist das Sehvermögen infolge einer diabetischen Retinopathie erst einmal zerstört, kann dies nicht mehr rückgängig gemacht werden. Von dieser Krankheit am meisten gefährdet sind Menschen im Rentenalter mit schlechter Gesundheitsversorgung sowie Menschen mit Minoritätshintergrund.

Immer mehr Menschen sind gefährdet, an diabetischer Retinopathie zu erkranken. Aktuell leiden mehr als 382 Millionen Menschen weltweit an Diabetes, wobei in den letzten Jahren die meisten Neuerkrankungen in den Entwicklungsländern zu verzeichnen waren. Fast die Hälfte aller Personen mit Diabetes entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Form diabetischer Retinopathie. Nach 15 Jahren mit Diabetes leiden rund 10 Prozent der Betroffenen unter schweren Sehstörungen, und etwa 2 Prozent sind vollständig erblindet.

Behandlung

Durch Vorsorgemaßnahmen bzw. regelmäßige Kontrollen lässt sich die diabetische Retinopathie verhindern. Wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, können ihr Fortschreiten und die Gefahr eines Sehkraftverlusts dank einer regelmäßigeren Diabeteskontrolle und dauerhafter Behandlung der diabetischen Retinopathie um 90 Prozent reduziert werden

Behandlungsmöglichkeiten sind laserchirurgische Eingriffe, die eine Rückbildung der Blutgefäße in der Netzhaut bewirken, sowie, bei sehr schweren Fällen, die Entfernung des Glaskörpers mit Ausschälung des Blutes aus dem Augeninneren. Zur Verbesserung des Behandlungserfolgs bei diabetischer Retinopathie sind Nachsorgemaßnahmen und regelmäßige Augenuntersuchungen wichtig.

Das Engagement von SightFirst

Seit dem Jahr 1995 bewilligte SightFirst 2,8 Millionen US-Dollar für 22 Projekte zur Bekämpfung der diabetischen Retinopathie in 11 Ländern, in denen die diabetische Retinopathie weit verbreitet ist: Algerien, Bahrain, Brasilien, Chile, Fidschi-Inseln, Indien, Pakistan, Peru, Samoa, Spanien und Venezuela. Dabei handelte es sich um umfangreiche Projekte, die verschiedenste Aktivitäten von der Aufklärung über berufliche Bildungsmaßnahmen bis hin zu Screening-, Behandlungs- und Versorgungsangeboten für Patienten mit Sehschwäche umfassten.

Im Rahmen der SightFirst-Projekte zur Bekämpfung der diabetischen Retinopathie wurden folgende Ergebnisse erzielt:

  • Aufklärungsarbeit für mehr als 1,5 Millionen Menschen
  • Schulung von mehr als 2000 Experten
  • Durchführung von mehr als 23.000 operativen Eingriffen
  • Screening-Untersuchungen für mehr als 140.000 Patienten

Finanzierungskriterien

SightFirst widmet sich auch weiterhin dem Kampf gegen diabetische Retinopathie. Folgende Prioritäten gelten für Projekte:

  • Geeignete Standorte für Projekte finden: SightFirst unterstützt auch weiterhin die Entwicklung bzw. den Ausbau von Screening- und Behandlungsprogrammen für die diabetische Retinopathie in gut arbeitenden Diabetes- und Augenkliniken, die sich auf schlecht versorgte Gebiete konzentrieren und den Umfang ihrer augenmedizinischen Versorgungsleistungen nicht einschränken.
  • Integrierte Diabetesversorgung: Die Projekte sollen sich an Menschen richten, bei denen bereits Diabetes diagnostiziert wurde. Die allgemeine Diabetesbehandlung sollte eine Behandlung der diabetischen Retinopathie einschließen. Darüber hinaus sollten sich, sofern vorhanden, die Projekte an den nationalen Plänen zur Diabetesvorsorge und -behandlung orientieren.
  • Qualitativ hochwertige Programmgestaltung: Wichtige Projektkomponenten sind Evaluation, Überwachung, Verfolgung und Kostenverteilung.
  • Nachhaltige Programmgestaltung: Projekte sollten neben der Finanzierung durch SightFirst zu einem großen Teil anderweitig finanziert werden. Dies kann z. B. über öffentliche/private Partnerschaften sowie Sachspenden in Form von Arbeitskräften, Konsumgütern und Einrichtungsgegenständen erfolgen.
  • Engagement von Lions: Lions sollten die Möglichkeit haben, sich sowohl praktisch als auch meinungsbildend einzubringen.

Allgemein müssen SightFirst-Projekte landesweit oder überregional angesiedelt sein und die Hauptursachen für Blindheit zum Thema haben. Diese Projekte wenden sich an Personen, die unterversorgt sind oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung haben. Das Programm finanziert hochwertige, nachhaltige Projekte, die Augenbehandlungen anbieten, eine Infrastruktur aufbauen, Fachpersonal schulen und/oder Rehabilitation und Ausbildung in unterversorgten Kommunen zur Verfügung stellen.

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Informieren Sie sich weiter, u. a. über die Bewerbungsmodalitäten für SightFirst-Zuschüsse, krankheitsspezifische Fragebögen und die langfristige Strategie.

Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite genannten Statistiken zur diabetischen Retinopathie erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website:
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