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Sehschwäche

Sehschwäche

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Das Problem

Als Sehschwäche wird ein erheblich eingeschränktes Sehvermögen bezeichnet, bei dem jedoch noch eine Restfunktion vorhanden ist (im Unterschied zur Blindheit). Eine Sehschwäche kann nicht mittels Brille, Kontaktlinsen oder Operation behoben werden. Als Hauptursachen für Sehschwäche gelten eine altersbedingte Makuladegeneration und der Grüne Star. Doch auch die diabetische Retinopathie kommt als Ursache für Sehschwäche immer häufiger infrage.

Obgleich Sehschwäche in erster Linie eine altersbedingte Erkrankung ist, können bereits junge Menschen davon betroffen sein. In Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommen ist eine Sehschwäche häufig erblich bzw. angeboren. In Ländern mit geringem Einkommen kann sie durch Vitamin-A-Mangel, Masern, Katarakt oder gesundheitsschädliche traditionelle Praktiken bedingt sein. Sehschwäche beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen in visueller, funktioneller, psychologischer, sozialer sowie wirtschaftlicher Hinsicht u. v. m.

Erfolg weltweit

Weltweit sind fast 246 Millionen Menschen von Sehschwäche betroffen, wobei 63 Prozent von ihnen über 50 Jahre sind. Gerade einmal 5 bis 10 Prozent dieser Betroffenen haben Zugang zu augenmedizinischer Versorgung; die Mehrheit jedoch muss mit denselben Problemen wie Blinde kämpfen. Dieses Defizit ist auf Barrieren in Bezug auf Behandlungsangebote, Patientenaktivität und Behandlungsqualität zurückzuführen:

  • Barrieren in Bezug auf Behandlungsangebote: Verzögerte Überweisung von Patienten, mangelhafte Koordinierung und Integration interdisziplinärer Behandlungsangebote und mangelnde Förderung von Angeboten.
  • Barrieren in Bezug auf Patientenaktivität: Mangelhafte Nutzung von Behandlungsangeboten aufgrund einer Fehleinschätzung der gesundheitlichen Situation, Unterschätzen der Bedeutung einer Sehschwächebehandlung, eingeschränkte Mobilität oder eingeschränkte finanzielle Mittel.
  • Barrieren in Bezug auf Behandlungsqualität: zu großer Fokus auf die medizinischen Aspekte einer Sehschwäche, dadurch im Rahmen der normalen Behandlung seltener Überweisung für Rehabilitationsleistungen.

Behandlung

Rehabilitationsmaßnahmen und unterstützende Technologien können Sehschwächepatienten dabei helfen, ihr Restsehvermögen zu nutzen und die Lebensqualität zu steigern. Eine umfassende Versorgung für Sehschwächepatienten schließt klinische Rehabilitationsleistungen und unterstützende Technologien ein. Die drei wichtigsten Modelle für diese Form der Versorgung sind:

  • Grundversorgung – Sehtest, Überweisung für Leistungen für Sehschwächepatienten, Beratung zur Anpassung des Umfelds und zu nichtoptischen Eingriffen sowie Erlernen der Benutzung von Sehhilfen in Gemeindeeinrichtungen.
  • Schwerpunktversorgung – Diagnose und Behandlung, Messung der Sehschwäche, Refraktion, Verordnung von optischen und nichtoptischen Hilfsmitteln, Schulung der visuellen Fähigkeiten und Erlernen der Verwendung von Hilfsmitteln bei Augenarzt oder Optiker.
  • Maximalversorgung – Diagnose und Behandlung, Messung der Sehschwäche, Refraktion, Verordnung von kräftigeren und komplexeren optischen, nichtoptischen und elektronischen Hilfsmitteln, Schulung der visuellen Fähigkeiten und Erlernen der Verwendung von Hilfsmitteln, Überweisung an und Austausch mit anderen Experten in speziellen interdisziplinären Teams.

Das Engagement von SightFirst

Lions engagieren sich bereits seit geraumer Zeit in Projekten zum Thema Sehkraft, wobei SightFirst in jüngerer Zeit um den Programmbereich Sehschwäche erweitert wurde. Im Rahmen des 1999 verabschiedeten Core 4-Programms Sehschwäche wurden 19 Zuschüsse im Gesamtwert von 3,2 Millionen US-Dollar vergeben. Diese Projekte, welche u. a. die Einrichtung bzw. Erweiterung von Sehkraftzentren umfassten, waren in Australien, der Dominikanischen Republik, Taiwan (MD 300) sowie den USA angesiedelt.

Darüber hinaus beinhaltet das Lions-/WHO-Projekt zur Bekämpfung vermeidbarer Blindheit im Kindesalter auch die Bereitstellung von Ausstattungsgegenständen sowie die schulische Betreuung der in 34 bedarfsorientierten Lions-Augengesundheitszentren für sehschwache Kinder angebotenen Leistungen.

Im Rahmen des SightFirst-Programms ist LCIF bestrebt, die Angebote für Sehschwache auszubauen, da dies als entscheidendes Kriterium für die Entwicklung umfassender augenmedizinischer Versorgungssysteme erachtet wird. Der erste Zuschuss für eine Sehschwächeinitiative im Rahmen des SightFirst-Programms wurde für die Entwicklung eines dreistufigen Rehabilitationssystems für Sehschwache in Shenzhen, China, bewilligt.

Finanzierungskriterien

Für Sehbehindertenprojekte gelten folgende Kriterien:

  • Die Projekte sollen augenmedizinische Einrichtungen zur Schwerpunkt- und Maximalversorgung mit zusätzlichen Angeboten für erwachsene und minderjährige Sehschwächepatienten unterstützen. Dies kann z. B. die Bereitstellung von technischen Geräten und Sehhilfen, die Schulung von Personal, die Entwicklung von Bildungs- und Aufklärungsprogrammen oder auch Überwachung und Evaluation umfassen.
  • Darüber hinaus sind Projekte möglich, die auf regionaler Ebene Schulungen für Leistungsträger, die mit Sehschwachen arbeiten, unterstützen.
  • Die Projekte sollen das bestehende Angebote für Sehschwache erweitern, besonders gefragt sind innovative Projekte, die gezielte Hilfe für bisher nicht berücksichtigte Bevölkerungsteile anbieten.

Allgemein müssen SightFirst-Projekte landesweit oder überregional angesiedelt sein und die Hauptursachen für Blindheit zum Thema haben. Diese Projekte wenden sich an Personen, die unterversorgt sind oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung haben. Das Programm finanziert hochwertige, nachhaltige Projekte, die Augenbehandlungen anbieten, eine Infrastruktur aufbauen, Fachpersonal schulen und/oder Rehabilitation und Ausbildung in unterversorgten Kommunen zur Verfügung stellen.

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Informieren Sie sich weiter, u. a. über die Bewerbungsmodalitäten für SightFirst-Zuschüsse, krankheitsspezifische Fragebögen und die langfristige Strategie.

Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite zitierten Statistiken zur Sehschwäche erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website:
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