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Flussblindheit

Flussblindheit

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Das Problem

Die Onchozerkose – oder „Flussblindheit“ – ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch den Stich der Kriebelmücke übertragen wird. Diese Mückenart lebt an langsam fließenden Gewässern. Die Mücke infiziert den Menschen mit Wurmlarven, aus denen sich tausende von Würmern entwickeln, die sich in der Haut und in den Augen ihres Wirtes einlagern. Wenn die Würmer absterben, sind sie toxisch für Haut- und Augengewebe, was einen starken Juckreiz und Augenläsionen verursacht, die nach längerer Zeit zu eingeschränktem Sehvermögen oder irreversibler Erblindung sowie entstellenden Hautkrankheiten führen können. Die Flussblindheit ist in Zentral-, Ost- und Westafrika, in Teilen Lateinamerikas und Jemen im Nahen Osten sehr verbreitet.

Erfolg weltweit

Nahezu 37 Millionen Menschen sind mit der Flusskrankheit infiziert. Etwa 300.000 davon leiden an Sehbehinderungen oder sind bereits erblindet. Rund 100 Millionen Menschen in Afrika und Lateinamerika sind potenziell von dieser Krankheit bedroht.

Die Flussblindheit hat aber nicht nur verheerende Auswirkungen auf das Sehvermögen: Die Kriebelmücke brütet in schnell fließenden Gewässern, an deren Ufern sich das fruchtbarste Land befindet, sodass etliche Menschen gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen und ihren Besitz in den fruchtbaren Flusstälern zurückzulassen. Neben der Tragödie, die dieser Heimatverlust für den Einzelnen bedeutet, trifft dies auch die Produktivität in den ohnehin schon ärmsten Teilen der Welt empfindlich.

Behandlung

Die Flussblindheit lässt sich mit einer jährlichen oder halbjährlichen Dosis des Wirkstoffs Ivermectin, der von Merck & Co. unter dem Handelsnamen Mectizan® hergestellt und gespendet wird, gut kontrollieren. Mectizan® tötet die Larven des Parasiten im menschlichen Körper ab und beugt so der Flussblindheit und der Übertragung der Krankheit auf andere vor. Merck hat sich verpflichtet, das Mittel so lange kostenlos zur Verfügung zu stellen, bis die Krankheit ausgemerzt ist. Durch den kontinuierlichen Einsatz von Mectizan®, so hofft man, lassen sich die Übertragungswege der Flussblindheit unterbrechen, sodass die Krankheit eines Tages ausgerottet sein könnte.

Das Engagement von SightFirst

Seit 1993 hat die Lions Clubs International Foundation für die Ausgabe des Medikaments Mectizan® an rund 251 Millionen Menschen in 15 Ländern Afrikas und Lateinamerikas insgesamt 33 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. SightFirst koordinierte die Schulung der 682.000 freiwilligen Helfer, die das Mittel verteilen. Partnerschaften der Stiftung wie die mit dem Afrikanischen Programm zur Bekämpfung von Onchozerkose und mit dem Programm zur Eliminierung von Onchozerkose in Nord- und Südamerika sind wichtig, um dem Ziel, die Flussblindheit als Gefahr für die öffentliche Gesundheit zu eliminieren, näherzukommen. Seit 1999 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen SightFirst und dem The Carter Center, einem Vorreiter im Kampf gegen die Flussblindheit.

Die effektive Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen, Gesundheitsministerien, Regierungen, privatwirtschaftlichen Unternehmen, UN-Niederlassungen und weiteren Partnern ist bereits von Erfolg gekrönt. Kolumbien und Ecuador sind die ersten beiden Nationen der Welt, in denen die Flussblindheit durch Vorbeugung, medizinische Behandlung und Gesundheitserziehung gestoppt werden konnte. Laut aktuellen Studien deutet sich in Afrika die Ausmerzung der Krankheit in einigen Gebieten an. Diese Schritte zur Eindämmung der Onchozerkose tragen nicht nur zur Verhütung von Erblindung bei, sondern ermöglichen den Menschen auch, in ihre fruchtbaren Heimatgebiete zurückzukehren und die lokale Wirtschaft wieder zu beleben.

Finanzierungskriterien

SightFirst finanziert bestehende Lions-Projekte zur Bekämpfung der Flussblindheit, die Erfolge vorweisen können und und die sich für die Schaffung nachhaltiger Mechanismen vor Ort engagieren, um die Verteilung von Ivermectin und die Entwicklung von umfassenden augenmedizinischen Versorgungsangeboten sicherzustellen. SightFirst unterstützt Programme zur Bekämpfung von Flussblindheit in Ländern, in denen die Krankheit eine große Gefahr für die Augengesundheit darstellt.

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Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite zitierten Statistiken zur Flussblindheit erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website: Weltgesundheitsorganisation: Prevention of Blindness and Visual Impairment
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