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Bindehautentzündung

Bindehautentzündung

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Das Problem

Das Trachom gehört zu den ältesten bekannten Infektionskrankheiten. Es handelt sich hierbei um eine hoch ansteckende bakterielle Erkrankung, die durch den Kontakt mit der Augenflüssigkeit Erkrankter übertragen wird. Dies erfolgt häufig durch Fliegen, die von der Augenflüssigkeit angezogen werden. Nach wiederholten Infektionen kann das Innere des Augenlides mit der Zeit so stark vernarben, dass das Augenlid und die Wimpernreihe einwärts in Richtung des Augapfels gezogen werden, was wiederum eine Narbenbildung auf der Hornhaut bewirkt. Dies ist ein langer, schmerzhafter Prozess, der zur vollständigen Erblindung führen kann. Kinder und Frauen sind am anfälligsten für das Trachom.

Erfolg weltweit

Das Trachom ist weltweit die häufigste Ursache der vermeidbaren Erblindung. Ca. 8 Millionen Menschen sind infolge dieser Erkrankung bereits irreversibel erblindet, 84 Millionen sind akut daran erkrankt und benötigen eine Behandlung. Weitere 500 Millionen Menschen gelten als gefährdet, ebenfalls am Trachom zu erkranken. Das Trachom tritt vorwiegend in den ärmsten und entlegensten Gebieten Afrikas, Asiens, Süd- und Mittelamerikas, des Nahen Ostens sowie Australiens auf, in denen schlechte hygienische Bedingungen herrschen. Das Trachom tritt meist gehäufg auf, oft sind ganze Familien oder Gemeinschaften generationsübergreifend davon betroffen. Diese schmerzhafte und folgenschwere Erkrankung kann daher zu einer wirtschaftlichen Schwächung ganzer Gemeinschaften führen und den Teufelskreis der Armut weiter verstärken.

Behandlung

Die internationalen Bemühungen zur Behandlung und Eindämmung des Trachoms folgen der von der WHO initiierten „SAFE“-Strategie. Diese evidenzbasierte Strategie besteht aus vier Komponenten:
S: steht für „Surgery“ und bedeutet Operationen am Augenlid (im späten, zur Erblindung führenden Stadium der Krankheit wenden sich die Augenlider einwärts – „Trichiasis“ – und reiben auf der Hornhaut);
A: wie Antibiotikum (Azithromycin, Zithromax©) zur Behandlung einer akuten Infektion;
F: steht für „Facial cleanliness“ und bedeutet bessere persönliche Hygienemaßnahmen, um die Übertragung der Krankheit einzudämmen; und
E: steht für „Environmental change“ und meint Maßnahmen zur besseren Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen.

Das Engagement von SightFirst

Lions sind äußerst aktiv am Kampf gegen das Trachom beteiligt. Im Rahmen des SightFirst-Programms von LCIF wurden dem The Carter Center, einer führenden Institution im Kampf gegen das Trachom, mehr als 47 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Seit dem Jahr 1999 hat LCIF insgesamt 20,5 Millionen US-Dollar für 26 Projekte zur Bekämpfung des Trachoms in Äthiopien, Ghana, Guinea, Kenia, Mali, Mauretanien, Niger, Nepal, Nigeria, Senegal, Südsudan, Sudan und Uganda bereitgestellt. Da Äthiopien das am stärksten von dieser Krankheit betroffene Land der Welt ist, flossen allein 7 Millionen US-Dollar dahin. Dank dieses Engagements konnte SightFirst folgende Erfolge bei der Bekämpfung des Trachoms erzielen:

  • 1.259 Chirurgen für Augenlidoperationen (Trichiasis-Operationen) ausgebildet
  • 406.842 Trichiasis-Operationen durchgeführt
  • mehr als 72 Millionen Dosen Zithromax© (gespendet von Pfizer) durch LCIF und Lions vor Ort verteilt
  • 34.000 Dörfer zu Maßnahmen der persönlichen Hygiene geschult
  • 2.190.828 Latrinen und Brunnen in Äthiopien, Mali, Niger, und im Sudan errichtet.

Finanzierungskriterien

Die Bekämpfung des Trachoms wird auch künftig eines der Hauptaugenmerke für SightFirst sein. Die wichtigste Priorität für die Finanzierung von Trachomprojekten sind die sehkrafterhaltenden Trichiasisoperationen im Rahmen eines integrierten SAFE-Programms, die den nationalen Standards zur Verhütung von Blindheit des jeweiligen Landes entsprechen.

Allgemein müssen SightFirst-Projekte landesweit oder überregional angesiedelt sein und die Hauptursachen für Blindheit zum Thema haben. Diese Projekte wenden sich an Personen, die unterversorgt sind oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung haben. Das Programm finanziert hochwertige, nachhaltige Projekte, die Augenbehandlungen anbieten, eine Infrastruktur aufbauen, Fachpersonal schulen und/oder Rehabilitation und Ausbildung in unterversorgten Kommunen zur Verfügung stellen.

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Informieren Sie sich weiter, u. a. über die Bewerbungsmodalitäten für SightFirst-Zuschüsse, krankheitsspezifische Fragebögen und die langfristige Strategie. 

Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite zitierten Statistiken zum Trachom erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website: Weltgesundheitsorganisation: Priority Eye Diseases
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