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Unbehandelte refraktive Fehler

Unbehandelte refraktive Fehler

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Das Problem

Von einer Fehlsichtigkeit spricht man, wenn das Auge nicht in der Lage ist, Bilder auf der Netzhaut korrekt abzubilden, was sich durch unscharfes Sehen äußert. Die verschiedenen Arten der Fehlsichtigkeit sind Kurzsichtigkeit (Myopie), Übersichtigkeit (Hyperopie), Stabsichtigkeit (Astigmatismus) sowie Alterssichtigkeit (Presbyopie). Eine unbehandelte bzw. nicht korrekt behandelte Fehlsichtigkeit kann früher oder später zu schweren Sehbehinderungen oder gar Blindheit führen. Die Gründe, weshalb eine Fehlsichtigkeit unbehandelt bleibt, sind vielschichtig: fehlendes Bewusstsein beim Betroffenen bzw. den Familienangehörigen, eingeschränkte bzw. zu teure Behandlungsmöglichkeiten/Brillen, Brille als kulturelles Stigma.

Erfolg weltweit

Unbehandelte refraktive Fehler sind weltweit verantwortlich für 43 Prozent der Sehbehinderungen, wobei 5 Millionen der Betroffenen erblindet sind. Die Hälfte aller Fälle von refraktiven Fehlern bleiben unerkannt und unbehandelt. Dies ist die Hauptursache für Erblindung im Kindes- und Erwachsenenalter. Mehr als 12 Millionen sehbehinderte Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren sind infolge der unbehandelten Fehlsichtigkeit außerdem von gravierenden Entwicklungsstörungen betroffen, da Lernen häufig visuell erfolgt.

Behandlung

Fehlsichtigkeiten können leicht mithilfe einer Brille oder anderen Maßnahmen korrigiert werden. Die Behandlung ist kostengünstig, verbessert die Lebensqualität der Betroffenen und kann dem Fortschreiten der Erkrankung bis hin zur starken Sehbeeinträchtigung oder Blindheit vorbeugen.

Das Engagement von SightFirst

Unbehandelte Fehlsichtigkeiten sind zu einem neuen Programmbereich der Stiftung geworden; finanziert wurde dies mit Mitteln aus der Kampagne SightFirst II. LCIF und SightFirst engagieren sich weltweit gegen unbehandelte Fehlsichtigkeit.

Finanzierungskriterien

SightFirst wird die Entwicklung von Kapazitäten und Mechanismen zur Herstellung und Ausgabe von neuen Brillen unterstützen, wobei schlecht versorgte Kinder im Schulalter die Zielgruppe bilden. Folgende Prioritäten gelten für Projekte gegen unbehandelte Fehlsichtigkeit:

  • Fokus auf der Entwicklung von Kapazitäten und Mechanismen zur Herstellung und Ausgabe von neuen Brillen (und weniger auf der Ausgabe einzelner Brillen).
  • Zielgruppe unterversorgte Kinder im Schulalter und andere Bevölkerungsteile.
  • Flexibilität in Bezug auf unterschiedliche Umgebungen.
  • Unterstützung bei der Einrichtung von umfassenden und nachhaltigen Systemen zur augenmedizinischen Versorgung.
  • Verwendung und/oder Erfassung von Daten zur Planung und Bewertung von Projekten.
  • Schaffung von qualitativ hochwertigen Angeboten zur augenmedizinischen Versorgung.
  • Gewinnung von Lions als Fürsprecher.
  • Die Projekte sollten folgende Elemente beinhalten:
    • Früherkennungs- und Weiterbehandlungsangebote auf Gemeindebasis
    • Diagnose und Verteilung von Brillen in Augengesundheitszentren
    • Nachsorge

Allgemein müssen SightFirst-Projekte landesweit oder überregional angesiedelt sein und die Hauptursachen für Blindheit zum Thema haben. Diese Projekte wenden sich an Personen, die unterversorgt sind oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung haben. Das Programm finanziert hochwertige, nachhaltige Projekte, die Augenbehandlungen anbieten, eine Infrastruktur aufbauen, Fachpersonal schulen und/oder Rehabilitation und Ausbildung in unterversorgten Kommunen zur Verfügung stellen.

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Informieren Sie sich weiter, u. a. über die Bewerbungsmodalitäten für SightFirst-Zuschüsse, krankheitsspezifische Fragebögen und die langfristige Strategie.

Wenn Sie mehr zu den auf dieser Seite zitierten Statistiken zu unbehandelten refraktiven Fehlern erfahren möchten, besuchen Sie die folgende Website: Weltgesundheitsorganisation: Visual Impairment and Blindness
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